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Sichtestrich veredeln München

Sichtestrich veredeln –
wenn der Estrich selbst zur fertigen Oberfläche wird

Was versteht man unter Sichtestrich?

Estrich bildet normalerweise den tragfähigen und ebenen Untergrund für einen späteren Bodenbelag. Er verteilt Lasten gleichmäßig und schafft die Grundlage für Beläge wie Parkett, Fliesen, Vinyl oder Teppich. In bestimmten Fällen bleibt der Estrich jedoch sichtbar und wird direkt als fertige Bodenfläche genutzt. Dann spricht man von einem Sichtestrich.

Für diese Nutzung eignet sich besonders ein hochwertiger, vergüteter Zementestrich. Bei der Vergütung werden dem Estrich spezielle Zusätze beigemischt, die seine Eigenschaften verbessern. Dadurch kann der Estrich schneller belegereif werden, eine höhere Festigkeit erreichen und weniger anfällig für Rissbildung oder Schüsselungen sein.

Wie entsteht ein Sichtestrich?

Für die Herstellung eines Sichtestrichs gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Variante besteht darin, den Estrich bereits beim Einbau durch Flügelglätten intensiv zu verdichten. Anschließend wird ein feiner Reinigungsschliff durchgeführt. Dabei werden lose Sandkörner, raue Stellen und leichte Spuren des Glättens entfernt, sodass die Oberfläche gleichmäßiger wirkt. Danach wird der Sichtestrich imprägniert und kann als fertiger Boden genutzt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Terrazzo- oder Salz-und-Pfeffer-Optik. Hier wird tiefer in die Oberfläche geschliffen, sodass die im Estrich enthaltene Körnung sichtbar wird. Poren und kleinere Ausbrüche werden gekittet, bevor die Fläche anschließend poliert wird. Je nach gewünschter Wirkung kann die Oberfläche matt oder glänzend ausgeführt werden.

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Sollte Sichtestrich versiegelt oder imprägniert werden?

Ob eine Versiegelung oder eine Imprägnierung sinnvoller ist, hängt vor allem von der späteren Nutzung ab. Eine Versiegelung schützt den Sichtestrich durch eine Lackschicht und macht ihn widerstandsfähiger gegenüber Chemikalien. Auch Säuren aus der Gebäudereinigung sowie Desinfektionsmittel können durch einen geeigneten PU-Lack besser abgehalten werden. Zudem lassen sich mit einer Versiegelung hohe Rutschfestigkeitsklassen bis R11 erreichen.

Eine Imprägnierung kann dagegen die lebendige, natürliche Optik des Sichtestrichs stärker erhalten und ist häufig kratzbeständiger als eine Lackschicht. Der Nachteil der Versiegelung liegt darin, dass sie die Oberfläche optisch etwas ruhiger wirken lässt und im Vergleich zu guten Imprägnierungen empfindlicher gegenüber Kratzern sein kann.

Welche Lösung im Einzelfall besser geeignet ist, sollte daher immer anhand Ihrer Anforderungen entschieden werden. In einem Beratungsgespräch klären wir gemeinsam, welche Nutzung vorgesehen ist, welche Optik gewünscht wird und welches System am besten zu Ihrem Sichtestrich passt.

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